Aktuell

21-03-17_BBW790

BBW: Saison im Jugendbereich abgebrochen

Das Fortschreiten der Corona-Pandemie und die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März sorgen, in letzter Konsequenz, auch bei der Porsche Basketball-Akademie für Klarheit. In den Jugendligen des Basketballverbandes Baden-Württemberg und auch im Bezirk drei wird die Saison 2020/2021 vorzeitig abgebrochen und annulliert. Die Vorbereitung der Spielzeit 2021/2022 steht ab sofort im Mittelpunkt. Zudem soll es im Sommer, sofern möglich, fernab des Pflichtspielbetriebs Möglichkeiten zum Wettbewerb geben.

Vor knapp einem Jahr trat Ludwigsburgs U12-Team noch bei der Mini-Challenge an. Seither wartet der basketballerische Nachwuchs auf weitere Einsätze. Foto: Sebastian Holm.   

Die momentan vielbeachtete Ministerpräsidentenkonferenz, die anlässlich der Corona-Pandemie jüngst zum 19. Mal tagte, hat Anfang März durch ihre Entscheidung die (erwartete und) erhoffte Planungssicherheit geschaffen. Denn die Beschlüsse des Gremiums haben zahlreiche Auswirkungen auf das alltägliche Leben – selbstverständlich auch für den Sport.

Anlässlich der getroffenen Vorgehensweise hat der Jugend- und Sportausschuss des Basketballverbandes Baden-Württemberg nun ebenfalls Fakten geschaffen und die seit November unterbrochene Spielzeit abgebrochen. Im Pflichtspielbetrieb wird es 2020/2021 demnach keine Partie mehr geben. Der U8-, U10-, U12-, U14-, U16- und U18-Nachwuchs der Porsche Basketball-Akademie, der BSG Basket Ludwigsburg und aller Kooperationsvereine wird sich nicht zeitnah auf dem Parkett duellieren können.

Die nun erfolgte Absetzung der Saison liegt darin begründet, dass die Hallen nicht in allen Landkreisen zum Ende der Osterferien geöffnet werden können. Dies wäre Voraussetzung gewesen, um rund einen Monat später die Fortsetzung der Vorrunden zu ermöglichen und die Spielzeit bis Ende Juni in abgeänderter Weise beenden zu können. Bei späteren Hallenöffnungen ist eine Fortsetzung nicht mehr möglich. Die deutschen Jugendmeisterschaften wurden von Seiten des Deutschen Basketball Bundes bereits vor einigen Wochen abgesagt.

Klarheit in der Jugend, Wahrscheinlichkeit bei den Herren

Der Spielbetrieb der Seniorenligen, darunter die 1. Regionalliga Südwest in welcher das U19-Team unter der Fahne der BSG Basket Ludwigsburg antritt, ist weiterhin ausgesetzt. Über die Wiederaufnahme wird zu gegebener Zeit entschieden werden. Klar ist dahingehend, dass eine Fortsetzung in einer verkürzten Saison mit einer speziellen Aufstiegsrunde in die ProB, an welcher die Ludwigsburger nicht teilnehmen, münden würde – und es auf alle Fälle keine Absteiger geben wird. David McCray und seine Schützlinge werden also auch 2021/2022 in der vierthöchsten Spielklasse der Bundesrepublik Deutschland antreten können. Zuvor könnte es, bei entsprechender Wiederaufnahme mit Aufstiegsrunde, noch einige Duelle gegen Regionalliga-Kontrahenten geben. Offen ist die Entscheidung auch mit Blick auf die Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga (JBBL / NBBL). Wahrscheinlich ist auch bei den national agierenden U16- und U19-Jungs ein vorzeitiges Saisonende.

Da bezüglich der regulären Spielzeit nun mehr und mehr Klarheit herrscht, laufen die Planungen zweigeleisig. Einerseits bereiten sich Klubs und Ligen auf die im Herbst beginnende, neue Saison vor. Andererseits werden weiterhin Konzepte und Möglichkeiten erarbeitet, um auch in den Sommermonaten einen bestmöglichen Wettbewerb in Form von Freundschaftsspielen oder Mini-Turnieren für alle gewillten Mannschaften zu ermöglichen.

Die Ludwigsburger Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass auf Basis des Hygiene- und Sicherheitskonzepts dahingehend in den kommenden Wochen weitere Schritte gegangenen werden können. An oberster Stelle steht die Pandemie-Bekämpfung, dahinter steht der Wunsch zur sicheren Rückkehr auf das Parkett.

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Partnerschaftliche Entwicklung des Hygienekonzeptes

Das ohnehin bereits sehr detaillierte Sicherheits- und Hygienekonzept der Porsche Basketball-Akademie ist seit dem zurückliegenden Wochenende um eine Facette reicher. Aufgrund des zusätzlichen Engagements von Ebner Stolz, Hauptförderer der Ludwigsburger Jugendteams, wird das komplette Nachwuchsprogramm regelmäßig mit Corona-Schnelltests ausgestattet.

U16-Akteur Travis Davis und U19-Assistant Coach Philipp Staiger sind zwei der insgesamt knapp 100 Personen, die wöchentlich getestet werden. Foto: privat.  

56,5 ist (Stand 03.02.) im Landkreis Ludwigsburg die Zahl der Stunde: Die 7-Tage-Inzidenz bestimmt, was möglich ist – aktuell aber eher, was nicht möglich ist. Denn während die Infektionszahlen im kompletten Großraum Stuttgart glücklicherweise sinken, ist ein Ende der so herausfordernden Zeit und damit eine Rückkehr in den Spielbetrieb noch nicht in Sicht. Viel eher tun alle Beteiligten gut daran, sich und andere zu schützen und weiterhin gemeinschaftlich am sprichwörtlichen gleichen Strang zu ziehen.

In puncto gemeinschaftliches Anpacken haben die Verantwortlichen der Porsche Basketball-Akademie seit Jahren einen auf mehreren Ebenen äußerst starken Unterstützer an ihrer Seite, der mit einer weiteren Aktion nun seine ganze Klasse verdeutlicht: Ebner Stolz sorgt dafür, dass der Trainingsbetrieb unter besonderen Bedingungen auf einem noch höheren (Sicherheits-)Level stattfinden kann. Dank der Unterstützung des Stuttgarter Förderers können sich alle Spieler und Trainer des Jugend- und Nachwuchsprogramms ab sofort wöchentlich auf das Coronavirus testen lassen. Ebner Stolz subventioniert Schnelltests für alle in der Porsche BBA Involvierten. Heißt konkret: Das äußerst umfangreiche Sicherheits- und Hygienekonzept der Porsche BBA ist um ein bedeutendes Detail reicher.

„100-prozentiges Commitment der Beteiligten“

Organisatorisch und personell ist das Testprogramm an das vorhandene Know-how der MHP RIESEN Ludwigsburg angegliedert, die bereits Mitte Mai 2020 ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept zur Gewährleistung des Spielbetriebs der easyCredit Basketball Bundesliga etabliert und fortlaufenden verbessert haben. Finanziell trägt Ebner Stolz – zur Förderung des Nachwuchses – in den kommenden drei Wochen bis zum 14. Februar die alleinige Last für die anfallenden Kosten, nachdem die Porsche BBA bereits am 10. Januar eine erste Testung durchgeführt hatte, um Spieler und Trainer nach der verlängerten Weihnachtspause wieder in den Trainingsbetrieb einzugliedern.

Frank Strohm, Partner bei Ebner Stolz, erläutert: „Als Hauptförderer der Jugendteams ist es uns ein Anliegen, dass die Kinder und Jugendlichen auch in der aktuellen Zeit des Lockdowns und der Schulschließungen ihren Sport haben, der sie erfüllt, ihnen Spaß macht und sie fordert. Wir sind gerne ein Wegbereiter, der eine solche Gelegenheit des individuellen Trainings ermöglicht. In diesen Einheiten können die Jungs, wenn auch mit reduziertem Pensum, ihre Leistungsfähigkeit halten und im Idealfall sogar verbessern. Die Porsche BBA zeigt dadurch, was auch aktuell möglich ist, wenn alle Beteiligten diszipliniert mit der Situation umgehen und ein 100-prozentiges Commitment an den Tag legen.“

„Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigsburg und den Schulen am Bildungszentrum West konnten wir seit Anfang Januar ein Konzept für den Trainingsbetrieb umsetzen, dass es uns erlaubt individuell und in Kleingruppen zu trainieren. Daraus entsteht in der aktuellen Situation eine große Verantwortung für unsere Trainer und Spieler sowie deren Angehörige, sodass wir sehr glücklich darüber sind nach der Eingangstestung nun dank der Unterstützung von Ebner Stolz bis Mitte Februar regelmäßig testen zu können, um unser Sicherheits- und Hygienekonzept weiter zu schärfen. Ein RIESEN-Dankeschön also Ebner Stolz, die uns nun bereits seit 2017 als einer der wichtigsten Partner zur Seite stehen und nun die wöchentlichen Testungen ermöglichen“, kommentiert Nachwuchskoordinator Timo Probst das Engagement.

Über Ebner Stolz

Ebner Stolz ist eine der größten unabhängigen mittelständischen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland und gehört zu den Top Ten der Branche. Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelange fundierte Erfahrung in Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. Dieses breite Spektrum bieten über 1.700 Mitarbeiter in dem für sie typischen multidisziplinären Ansatz in allen wesentlichen deutschen Großstädten und Wirtschaftszentren an. Als Marktführer im Mittelstand betreut das Unternehmen überwiegend mittelständische Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen aller Branchen und Größenordnungen.

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.ebnerstolz.de

Basketball Bundesliga MHP RIESEN  Ludwigsburg vs. BG Göttingen

U18-Nominierung für Jacob Patrick

Wenige Tage vor seinem 17. Geburtstag (21.11.2003) hat Jacob Patrick schon vorzeitigen Grund zur Freude: Der Ludwigsburger Guard wurde zum Nominierungslehrgang der U18-Nationalmannschaft eingeladen. Patrick ist einer von 40 Nominierten, aus denen Ende des Jahres der Kader für die kommenden Nationalmannschaftsfenster gebildet wird.   

Im Jahr 2020 stand Jacob Patrick in zwölf Pflichtspielen für die MHP RIESEN Ludwigsburg auf dem Parkett – und etablierte sich ab dem Final-Turnier im Profi-Kader des deutschen Vize-Meisters. Foto: Pressefoto Baumann.

Nachdem er bereits die U15- und U16-Teams erfolgreich durchlaufen hat, kann Jacob Patrick nun auch die U18-Nationalmannschaft ins Visier nehmen – und darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Kaderplatz im kommenden Jahr machen. Der 16-Jährige wird allein die Ludwigsburger Fahne hochhalten, denn Patrick ist der einzig Nominierte aus der Barockstadt.

Neben dem 1,97 Meter großen Guard erhielten 39 weitere Athleten von U18-Bundestrainer Patrick Femerling eine Einladung zum Lehrgang in den Olympiastützpunkt Rhein-Neckar. In Heidelberg wird vom 20. bis 23. Dezember trainiert, so es die aktuellen, virusbedingten Entwicklungen dann zulassen.

In der bisherigen Spielzeit kam Patrick bis dato ausschließlich bei den MHP RIESEN Ludwigsburg zum Einsatz und markierte in durchschnittlich 09:26 Minuten 3.0 Punkte pro Partie.

 

 

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November-Timeout: Spielbetrieb pausiert

Aufgrund der Entscheidung der Bundesregierung, im kompletten November unter anderem den Amateur- und Breitensportbetrieb auszusetzen, um der steigenden Infektionszahlen Herr zu werden, müssen auch alle Teams der Porsche Basketball-Akademie vorerst auf den Pflichtspielbetrieb verzichten. Dieser pausiert in allen relevanten Verbänden und Ligen für die Ludwigsburger Teams bereits ab diesem Wochenende.

Die Porsche BBA wird in den kommenden Wochen nicht den Korberfolg und die Puktejagd in den Vordergrund stellen. Foto: Lina Ahlf.  

Das Jahr 2020 bleibt auch in den kommenden zwei Monaten eine Herausforderung. Denn während der Inzidenzwert und die Neuinfektionen (auch) in Deutschland ein rasantes Wachstum verzeichnen, tut die Gemeinschaft gut daran, die aktuelle Krisensituation mit aller Kraft und Ernsthaftigkeit zu meistern. Entsprechend trifft auch das „November-Timeout“ die Verantwortlichen der Porsche Basketball-Akademie nicht auf dem falschen Fuß. So bitter die Aussetzung des Spielbetriebs aller Nachwuchsmannschaften auch sein mag, das Verständnis für die Entscheidungen der Behörden und der Gesundheitsschutz aller Beteiligten stehen auch in Ludwigsburg ganz oben auf der Tagesordnung.

Alle Teams des Jugend- und Nachwuchsprogramms werden im kommenden Monat nicht mit Gegner-Kontakt auf Korbjagd gehen. Von der U8- bis zur U19-Mannschaft und der BSG Basket Ludwigsburg pausiert der Pflichtspielbetrieb in den kommenden Wochen: Die Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga, die Spielleitung der Regionalliga Südwest, der Basketballverband Baden-Württemberg und der Bezirk Nordwürttemberg haben alle Partien abgesetzt.

Diese Entscheidung betrifft nicht nur die Spiele ab dem 02. November, sondern auch schon in den nächsten beiden Tagen. Schließlich kann, was ab dem kommenden Montag untersagt ist, an diesem Wochenende moralisch nicht richtig sein. Ob der Trainingsbetrieb aufrechterhalten und wann der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann, wird sich in den nächsten Tagen respektive Wochen klären.

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BJL 2020: Dolic-Nominierung

Das Bundesjugendlager 2020 ist für U16-Akteur Dominik Dolic mit gleich zwei Erfolgen zu Ende gegangen. Der 13-Jährige gewann mit der SG Südwest die Silbermedaille und konnte sich am Ende des über eine Nominierung für den nächsten Nationalmannschaftslehrgang freuen.

Foto: Basketballverband Baden-Württemberg e.V.
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Strohm, Schuster und Patrick erhalten “Porsche Turbo Award”

Im Rahmen der Initiative „Turbo für Talente“ hat Porsche zwölf junge, talentierte und engagierte Sportlerinnen und Sportler geehrt. Bei der Preisverleihung im Porsche Museum wurden die Nachwuchstalente der umliegenden Partnervereine am Dienstagnachmittag am Unternehmensstandort Zuffenhausen mit dem „Porsche Turbo Award“ in drei Kategorien ausgezeichnet. Die Preisträgerin und Preisträger fielen in der vergangenen Saison durch ihre sportlichen Entwicklungen, ihre schulischen Leistungen als auch durch ihr engagiertes und vorbildliches Auftreten innerhalb ihrer Teams und Vereine auf. Für die Porsche Basketball-Akademie wurden Lukas Strohm, Titus Schuster und Jacob Patrick ausgezeichnet.

„Sport verkörpert Leidenschaft – auf dem Platz und darüber hinaus. In diesem Sinne freue ich mich, Jugendliche für Ihren vorbildlichen Einsatz auszuzeichnen. Der Turbo Award soll Ansporn sein, Werte wie Teamgeist und Fairplay immer wieder neu zu leben“, sagt Dr. Sebastian Rudolph, Leiter Öffentlichkeit, Presse, Nachhaltigkeit und Politik, der die Awards an die Nachwuchssportler überreichte.

Seit Jahren unterstützt der Sportwagenhersteller die Jugendförderung unter dem Dach „Turbo für Talente“. Bei dem deutschlandweiten Programm geht es zum einen um die Unterstützung von Sportvereinen bei deren Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im Sport. Zum anderen um die Förderung von sozialen Aspekten wie die Vermittlung von Werten wie Teamgeist, Fairness und Respekt sowie die Entwicklung von Persönlichkeiten.

Die Partnervereine in der Region Stuttgart sind die Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg, der SC Bietigheim-Bissingen Steelers (Eishockey), der SV Stuttgarter Kickers und die SG Sonnenhof Großaspach (Fußball). Am Porsche Standort Leipzig wird die Jugend von RB Leipzig unterstützt. Zur Verstärkung der bundesweiten Förderung ist als jüngster Partner der VfL Borussia Mönchengladbach bei der Entwicklung von Jugendlichen hinzugekommen. „Denn wie bei Porsche selber gilt auch für den Sport: Nur wer eine optimale und ganzheitliche Ausbildung genießt, kann später im Beruf und im Leben erfolgreich sein“, ergänzt Dr. Rudolph.

Umrahmt wurde die zum fünften Mal stattgefundene Preisverleihung von einer exklusiven Führung durch das Porsche Museum, bei der die jungen Talente die Porsche-Historie sowie Motorsportluft selbst schnuppern konnten. Beim abschließenden gemeinsamen Essen im Gäste-Casino von Porsche lernten sich die Sportler und die Vereinsvertreter aus den verschiedenen Sportarten besser kennen und tauschten ihre Erfahrungen aus.

Alle Preisträger des Porsche Turbo Awards 2020

Die Preisträger der Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg

Lukas Strohm bekam einen Porsche Turbo Award für die beste schulische Leistung. Die Trophäe für die sportliche Entwicklung erhielt Jacob Patrick. Für sein soziales Engagement wurde Titus Schuster die Ehrung verliehen.

Die Preisträgerin und Preisträger des SC Bietigheim-Bissingen Steelers e.V.

Für die beste schulische Leistung wurde Timm Schollenberger geehrt. Für ihre sportliche Entwicklung Lisa Heinz und für das größte soziale Engagement Luca Schollenberger.

Die Preisträger der SG Sonnenhof Großaspach e.V.

Den Porsche Turbo Award für die beste schulische Leistung erhielt Yannick Moll. Flávio Santoro überzeugte durch seine sportliche Entwicklung und Christian Weiler fiel neben seinen Leistungen auf dem Platz durch sein vorbildliches Auftreten auf. Er wurde dafür mit dem Award für soziales Engagement ausgezeichnet.

Die Preisträger des SV Stuttgarter Kickers e. V.

Maximilian Herberth wurde der Preis für die beste schulische Leistung überreicht. Robin Schwemmle erhielt die Auszeichnung für seine sportliche Entwicklung und Mohamed Baroudi fällt seit Jahren positiv auf und neben dem Platz auf und nahm dafür den Porsche Turbo Award für sein soziales Engagement entgegen.

Turbo für Talente – die Porsche Jugendförderung

Unter dem Motto „Turbo für Talente“ engagiert sich Porsche deutschlandweit für den Nachwuchs in verschiedenen Sportarten. Im Fußball bestehen Partnerschaften mit RB Leipzig, den Stuttgarter Kickers, der SG Sonnenhof Großaspach und Borussia Mönchengladbach. Im Bereich Eishockey tritt Porsche als Nachwuchsförderer der Bietigheim-Bissingen Steelers auf. Im Basketball ist Porsche Namensgeber der Ludwigsburger Porsche Basketball-Akademie (BBA) – der Kaderschmiede des amtierenden Basketball Vize-Meisters. Prominenter Pate des Förderprogramms im Kinder- und Jugendbereich ist Fußballweltmeister Sami Khedira. Bei den Engagements geht es nicht nur um die Unterstützung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung im Sport, sondern auch um die soziale und persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Informationen zur breit gefächerten Jugendförderung von Porsche finden sich unter: www.turbofuertalente.de.

Weitere Informationen sowie Film- und Foto-Material im Porsche Newsroom: newsroom.porsche.de

20-09-12_Spielbericht Season Opening790

Sportlich solide, konzeptionell stark

Die Porsche Basketball-Akademie hat am zurückliegenden Wochenende die nächste Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet: In der Ludwigsburger Rundsporthalle – und vorab in der Heilbronner Mörikehalle – feierten die schwäbischen Nachwuchsteams die Rückkehr des Basketballs.

Foto: Gerd Käser.

Das „Porsche BBA Season Opening“ ist auch in diesem Jahr, trotz aller virusbedingten Besonderheiten, mit zahlreichen zufriedenen Gesichtern zu Ende gegangen. Vor ihren Angehörigen, Team-Betreuern und ehrenamtlichen Helfern verbuchten die Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsteams zwar weniger Erfolgserlebnisse als noch in den Vorjahren, begeisterten aber durch die Rückkehr des Basketballs, große Leidenschaft und ebenso gute, spielerische Ansätze. Diese machten nicht nur Lust auf den Ende September respektive Anfang Oktober bevorstehenden Hauptrundenstart in allen Ligen, sondern sorgten auch für ein kurzweiliges Geschehen an allen drei Tagen.

Timo Probst, Nachwuchskoordinator der Porsche BBA: „Wir möchten uns nach diesem herausragenden Wochenende äußerst ausdrücklich und explizit bei allen Zuschauern und Anwesenden bedanken. Jeder Einzelne hat seinen Teil zu einem rundum gelungenen ‚Porsche BBA Season Opening‘ beigetragen. Aufgrund der durch die Bank weg hohen Akzeptanz unserer Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden wir nicht nur in unserer konzeptionellen Arbeit, sondern auch in den Planungen für die neue Saison bestätigt. Wir sind froh, dass wir damit die schrittweise Rückkehr des Spielbetriebs gewährleisten und allen Beteiligten das sehnlich herbeigesehnte Hallenerlebnis bescheren konnten.“

Zum Sportlichen:

Freitag

U19: TSG Heilbronn Reds vs. BSG Basket Ludwigsburg II 82:70

Die neuformierten und stark verjüngten Landesliga-Herren, angeführt von Headcoach Christian Spieth, erlebten am Freitagabend einen erfolgreichen Auftakt des Wochenendes. Obwohl die Partie beim klassenhöheren Kooperationspartner in Heilbronn am Ende knapp verloren ging, präsentierten sich die Ludwigsburger gut – und boten den physischeren und abgezockteren Hausherren im kompletten Spielverlauf Paroli. Zudem konnte sich das Team über die Rückkehr eines „Veteranen“ freuen: Colin Bubeck, mit 26 Jahren knapp 8 Jahre älter als der zweitälteste Spieler des Teams, feierte nach 17-monatiger Verletzungspause sein Comeback auf dem Parkett. Er wird die Mannschaft gemeinsam mit Spieth in der Saison 2020/2021 als spielender Co-Trainer betreuen.

Samstag

U12: Porsche BBA vs. Tornados Franken 51:48

Im ersten Spiel des Samstages benötigten die Mannen von Philip Hämmerling keine Anlaufphase: Von Beginn waren sie auf Betriebstemperatur, setzten Akzente und Nadelstiche. In einer hin- und herwogenden Partie sollte sich aber über die komplette Spielzeit (4 x 8 Minuten) keiner der beiden Kontrahenten absetzen können. Während sich die TORNADOS FRANKEN die virusbedingte Trainingspause kaum anmerken ließen, wussten auch die Hausherren vor allem vor dem Seitenwechsel zu überzeugen – und behielten auch in schwierigen Phasen und der Crunchtime die Nerven. Hämmerlings Resümee: „Nach einer sehr guten ersten Halbzeit, hat man die fehlende Spielpraxis sichtlich bei beiden Teams bemerkt, trotzdem war es ein gelungener Auftakt in die neue Saison.“

U14: Porsche BBA vs. Tornados Franken 62:99

In der Neuauflage des letztjährigen Eröffnungsspiels des „Porsche BBA Season Openings“ erwischte der Ludwigsburger U14-Nachwuchs erneut einen Fehlstart: Die Schützlinge von Robert Geier lagen, wie auch 2019, schnell zweistellig in Rückstand – kämpften sich, ebenfalls wie im Vorjahr, aber ins Spiel (36:51, 20.). Doch damit hatten sich die Gemeinsamkeiten leider auch schon. Spätestens ab dem Seitenwechsel mussten die Ludwigsburger abreißen lassen. Nürnberg spielte als Team effektiver, erlaubte sich weniger Fehler und verfügte zudem über die besseren Einzelakteure, sodass die deutliche Niederlage folgerichtig war.

U16: Porsche BBA vs. ratiopharm ulm 51:89

Gegen den hohen Favoriten aus Ulm taten sich die schwäbischen Hausherren ab dem Sprungball schwer. Obwohl sich die Mannschaft von Ross Jorgusen, der an der Seitenlinie von Darly Ifuly vertreten wurde, defensiv reinbiss, fehlte offensiv jegliches Fortune: Die orange-schwarz gekleideten Gäste präsentierten sich als abgezockte Einheit und stellten früh die Zeichen auf Sieg (9:28, 10. Spielminute). Die Ulmer Gäste sollten ihre Form, die sie aus der fulminanten Saison 2019/2020 über den Sommer brachten, weiterhin behalten. Die Ludwigsburger kamen im Verlauf der 40 Minuten zwar etwas besser ins Spiel, am Chancenplus der Gäste sollte sich aber nichts ändern, sodass das Defizit minütlich größer wurde – und die Fehler im Ballvortrag sowie die ausgelassenen Offensiv-Gelegenheiten in einer auch in dieser höhe verdienten Pleite gipfelten.

U19: Porsche BBA vs. ratiopharm ulm 81:87

Der Start ins zweite Schwaben-Derby des Samstags glich ebenfalls einem wilden Ritt: Beide Mannschaften schenkten sich ab der 1. Spielminute keinen Zentimeter, spielten intensiv und leidenschaftlich, sodass die Partie früh den erhoffte Derby-Charakter hatte – und mit leichten Ludwigsburger Vorteilen in die Halbzeit ging. Unmittelbar vor dieser sorgte der Ulmer Jakob Hanzalek mit einem Buzzerbeater aus der Mitte der eigenen Hälfte jedoch für das Highlight einer sehr sehenswerten Partie und den Beinahe-Ausgleich (41:40). Nach dem Seitenwechsel sollte sich an diesem Bild vorerst nichts ändern: Ludwigsburg und Ulm egalisierten sich auf einem sehr hohen Niveau, die Partie blieb bis zum Ende auf des Messers Schneide. Das nötige Quäntchen Glück hatten dann aber die von Anton Gavel trainierten Gäste: Ulm setzte in der 39. Minute den entscheidenden Akzent und sich auf die Siegerstraße.

Sonntag

U14: Porsche BBA vs. ratiopharm ulm 58:84

Anders als noch am Samstag ließ sich das U14-Team nicht überrumpeln: Geiers Mannschaft präsentierte sich verbessert und startete fortwährend kleinere Läufe. Dass diese nicht zum Erfolg führten, lag an den Ulmer Gästen, die ihre Sache sehr gut machten, und den eigenen Fehlern. Der Ludwigsburger Ballvortrag stockte immer wieder, sodass die Ulmer Antworten auf die kleinen Hausherren-Läufe unmittelbar auf der Anzeigentafel sichtbar wurden und das entsprechende Ergebnis zum Ende hin deutlich wurde.

U19: Porsche BBA vs. Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS 92:67

Mit einem deutlich geschärften Fokus startete die McCray-Schützlinge am Sonntag in ihr zweites Spiel des Wochenendes: Gegen den letztjährigen Tabellendritten der Nachwuchs Basketball Bundesliga erspielten sich Raphail Chatzidamianidis und Co. viele Vorteile – und setzten sich Stück für Stück ab. Spätestens mit dem Beginn des dritten Viertels war die Partie gegen Frankfurt entschieden, sodass Ludwigsburg personell viel rotieren konnte und das Spielgeschehen dennoch bestimmte.

Testspiel-Auftakt in der Rundsporthalle

An diesem Wochenende steigt in der Rundsporthalle das „Porsche BBA Season Opening“. Der Besuch beim traditionell am letzten Sommerferien-Wochenende stattfindenden Testspiel-Auftakt der Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsteams ist in diesem Jahr nur Familienmitgliedern der Beteiligten, ehrenamtlichen Helfern und Vereinsmitarbeitern vorenthalten – verspricht sportlich aber einen Fingerzeig in Richtung der Saison 2020/2021.

Die Ränge in der Rundsporthalle sind an diesem Wochenende bedeutend leerer als noch anno 2017: Die Herausforderungen der Corona-Pandemie machen einen „öffentlichen“ Kartenverkauf unmöglich. Foto: Pressefoto Baumann.

Während die Besonderheiten und Herausforderungen der neuen Spielzeit in ihrer Gänze noch lange nicht absehbar sind, laufen momentan die Vorbereitungen für die ersten Pflichtspiele bei allen Teams der Porsche Basketball-Akademie. Vor dem Saisonstart im Oktober stehen dabei noch eine Reihe an Testspielen auf der Agenda – an diesem Wochenende nun eines der Highlights, das „Porsche BBA Season Opening“. Genau wie in den vergangenen Jahren steigt das Aufgalopp in Richtung Hauptrunde dabei am letzten Wochenende der Sommerferien. Anders als in den vergangenen Jahren wird das Ganze aber ein Basketballfest mit erheblich reduzierter Zuschaueranzahl. Denn aufgrund der Beschränkungen der Corona-Pandemie kann die Porsche BBA der interessierten Öffentlichkeit kein Kartenkontingent zur Verfügung stellen. Lediglich die Eltern und Geschwister der teilnehmenden Akteure aller Teams, die für das (Spiel-)Geschehen relevanten Helfer sowie die Vereinsmitarbeiter der Klubs können das Ganze live verfolgen – eine Situation die freilich nicht zufriedenstellend, momentan aber anders nicht umsetzbar ist.

Trotz dessen wird das Wochenende auf und neben dem Parkett wichtige Erkenntnisse für die anstehenden Wochen liefern, von denen dann alle profitieren werden: Die Ludwigsburger Verantwortlichen testen das Sicherheits- und Hygienekonzept mit einer geringen Anzahl an Zuschauern auf Herz und Nieren, die Trainer justieren im Aufeinandertreffen mit ihren Gegnern die Stellschrauben ihrer Mannschaften.

Los geht’s dabei bereits am Freitag für Christian Spieth und Teile des U19-Nachwuchses unter der Fahne der BSG Basket Ludwigsburg. Die „Herren II“ treten am Abend beim Kooperationspartner in Heilbronn an. Tip-Off beim Oberliga-Team der Reds ist in der Mörikehalle um 20:00 Uhr.

Während der Auftakt im 35 Kilometer entfernten Heilbronn steigt, richtet sich der Blick am Samstag und Sonntag, ganz klassisch, in die Rundsporthalle. Ab 12:45 Uhr fliegt das orangene Leder durch die Lüfte. In diesem Jahr misst sich der U12- und U14-Nachwuchs von Philip Hämmerling respektive Robert Geier mit den TORNADOS FRANKEN. Die Franken sind bereits seit einigen Jahren ein regelmäßiger und gern gesehener Gast – und haben sich auch von der Pandemie nicht ausbremsen lassen.

Die Bundesliga-Teams von Ross Jorgusen und David McCray testen dann ab dem späten Nachmittag gegen die Regional-Konkurrenz aus Ulm, ehe das Wochenende am Sonntag mit einem weiteren Duell gegen Ulm (U14) und der Partie gegen den Frankfurter U19-Nachwuchs abgerundet wird.

Termine am Wochenende

Freitag

20:00 Uhr: TSG Heilbronn Reds vs. Porsche Basketball-Akademie (LLH)

Samstag

12:45 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. TORNADOS FRANKEN (U12)

15:00 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. TORNADOS FRANKEN (U14)

17:15 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. ratiopharm ulm (U16)

19:30 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. ratiopharm ulm (U19)

Sonntag

11:30 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. ratiopharm ulm (U14)

14:00 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS (U19)

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„Das war eine echte Lebenserfahrung“

Hinter BBA-Alumni Quirin Emanga Noupoue liegt ein ereignisreiches Jahr: Der 19-Jährige zog im vergangenen Sommer in die Vereinigten Staaten, studierte am College, spielte Basketball in der NCAA, kehrte aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig nach Europa zurück – und nutze das Mehr an Zeit unter anderem für ein Praktikum bei Ebner Stolz. Im Interview blickt „Kiwi“ auf das Erlebte zurück und auf die kommenden Monate voraus.

Quirin Emanga Noupoue auf der Dachterrasse der Stuttgarter Zentrale von Ebner Stolz. Seine Zeit beim Hauptförderer der Jugendteams der Porsche Basketball-Akademie habe ihm geholfen ein „Bigger Picture“ von der Arbeitswelt zu bekommen, betont der BBA-Alumni im Interview.

Lass‘ uns ganz an den Anfang dieser unplanbaren Situation zurückkehren – und auf den März schauen. Wie ging es Dir in Boston? Und wieso bist Du deutlich früher als erwartet zurückgekommen?

In Boston ging es mir gut! Es war sicherlich kein optimales Jahr, aber insgesamt habe ich mich als Mensch und auch als Basketballspieler gut entwickeln können. Als das Virus immer krasser wurde, war es sehr plötzlich hektisch für uns. Innerhalb von zwei Wochen wurde es von einer nicht wahrscheinlichen Eventualität, dass wir gegebenenfalls früher nach Hause reisen müssen, zu einer Tatsache, dass wir binnen drei Tagen den Campus räumen müssen. Da musste ich eine spontane Lagerung für meine Sachen finden, die ich dann relativ stressig in Boxen packen und einlagern musste. Es war überraschend und herausfordernd, hat an sich aber ganz gut funktioniert. Insgesamt hat mir mein Team auch dabei sehr viel geholfen. Das war super!

Du bist dadurch deutlich früher als geplant zurückkehrt, hast dann aus dem deutschen Home Office bei Deiner Familie weiter studiert. Wie war der akademische Teil des letzten Semesters?

Als ich nach Deutschland gekommen bin, war ich sogar noch im Frühjahrssemester und musste innerhalb von drei Wochen noch das Semester von Zuhause beenden. Das war ehrlicherweise komisch, vor allem, wenn man den meisten Teil des Semesters vor Ort war – und nicht nur mit den Dozenten und den Kommilitonen interagiert hat, sondern sie auch in Persona gesehen hat. Das war komisch, insgesamt aber in Ordnung. Zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, dass ich im Juli wieder in die USA fliegen kann und die Normalität zurückkehrt. Dies war nicht der Fall, weshalb Ende Juni dann offiziell das Sommersemester angefangen hat – was viel Organisation erforderte. Die Vorlesungen, das Arbeiten und das Leben mussten irgendwie in Einklang gebracht werden. Das war auch aufgrund der Zeitverschiebung ein besonderes, ein anderes Erlebnis als normalerweise auf dem Campus. Da der Campus aber sehr international ist und die Bedingungen während der Pandemie weltweit natürlich nicht ideal sind, wurden die Live-Vorlesungen limitiert, viele meiner Kurse wurden sehr projektbasiert via Zoom durchgeführt. Die zeitliche Hürde an sich war aber nicht besonders krass.

Sportlich hast Du dann auch hier das Training wieder aufgenommen, mit zahlreichen Weggefährten oder zumindest bekannten Gesichtern vom U14- bis U19-Team trainiert. Anders als im letzten Jahr warst Du nun nicht mehr ein gleichwertiger Spieler, sondern jemand, der für sportliche Leistungen ein College-Stipendium erhalten hat. Wie wurdest Du empfangen?

Es war sehr interessant! Das erste Mal wieder in die Rundsporthalle zu kommen, hat viele Emotionen in mir hervorgerufen. Das war ein starkes Gefühl, weil ich über einen langen Zeitraum nicht mehr dort gewesen war, gleichzeitig aber so viele Jahre dort trainiert, gespielt, gewonnen und verloren habe. Das waren viele Emotionen, positiv wie negativ. Das war und ist für mich einfach ein besonderer Ort – und ein großartiges Gefühl. Die anderen Jungs wieder zu sehen, mit und gegen sie zu spielen als dies wieder erlaubt war, hat großen Spaß gemacht. Ebenso sehr hat es mich gefreut, dass wir gemeinsam trainiert haben, ich von meinem Jahr erzählen und dahingehend viele Fragen beantworten konnte, um dadurch vielleicht den Einen oder Anderen zu inspirieren.

Wie fühlt es sich an, wenn Du beispielsweise für einen 14-Jährigen nicht nur sportlich, sondern auch generell ein Vorbild bist? 

Es ist ein tolles Gefühl, ganz ehrlich. Ich bin sehr gerne Vorbild. Vor allem im letzten Jahr habe ich das gemerkt – und darauf lege ich durchaus wert. Ich gebe Jüngeren gerne einen Rat, nicht nur basketballerisch, sondern auch ganz generell. Natürlich bin ich auch noch jung, aber in manchen Dingen kann ich, so meine Meinung, den Jungs helfen.

Ein expliziter Teil der Rolle als eigenes Vorbild ist auch Deine berufliche Weiterentwicklung. Wie kam es zur Entscheidung für das Praktikum bei Ebner Stolz? 

Ich wollte auf jeden Fall meine Zeit nutzen und arbeiten, weil mir in der Semesterpause einfach super langweilig war. Dort gab es viel Leerlauf und ich wollte diesen entsprechend nutzen. Mit Timo [Probst, Nachwuchskoordinator der Porsche Basketball-Akademie] habe ich in dieser Phase ein wenig gesprochen, um dann auch mit seiner Unterstützung in der vielleicht schwierigsten Zeit des Jahres einen sinnvollen Platz zu finden. Über die Partnerschaft mit Ebner Stolz und Frank Strohm ergab sich dann hier in Stuttgart diese großartige Gelegenheit. Flexible Arbeitszeiten haben eine gute Koordination und Organisation ermöglicht: ich konnte gleichzeitig arbeiten, studieren und trainieren.

Ebner Stolz dürfte Dir, unter anderem aufgrund der langjährigen Partnerschaft, schon eine Weile ein Begriff sein. Kannst Du Dich erinnern, seit wann es für Dich einen persönlichen Bezug gibt?

Auf jeden Fall schon eine ganze Weile! Über die Porsche BBA waren wir seit Jahren schon verbunden und auch schon mehrfach hier zu Gast. Mein Praktikum bei Ebner Stolz war jetzt ganz allgemein meine erste Arbeitserfahrung. Die Zeit hier war sehr interessant und eine großartige Erfahrung. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und von der Arbeitswelt ein „Bigger Picture“ erhalten. Es hat mir vor Augen geführt wie es ist, Tag für Tag ins Büro zu gehen, viele Stunden am Schreibtisch zu sitzen und für sein Geld zu arbeiten. Das hatte ich bisher noch nicht und war eine echte Lebenserfahrung.

Und diese Erfahrung fühlt sich gut an? Oder möchtest Du lieber noch ein bisschen das Studium voranbringen?

Ich freue mich natürlich, dass ich jetzt wieder nach Boston reisen kann. Aber ich bin auch dankbar dafür, dass ich das hier erleben durfte.

Du hast das „Bigger Picture“ angesprochen und dass es hilft, Menschen kennenzulernen und in solchen Teams zu arbeiten. Die Rolle als Teammitglied kennst Du in sportlicher Hinsicht bereits seit Ewigkeiten, aus der Arbeitswelt kanntest Du diese noch nicht. In basketballerischer Hinsicht warst Du jahrelang Führungsspieler, hier dann der Rookie. Was nimmst Du für Dich mit?

Das ist eine schwere Frage! Ein Team im Sport ist sicherlich anders als ein Team im Beruf, aber ich denke, dass es sehr viele Ähnlichkeiten gibt. Das Zusammenwirken von jedem Einzelnen trägt zu etwas Größerem, zum Erfolg aller Beteiligten bei – egal wie groß, klein, wichtig oder unwichtig die eigene Arbeit erscheint. Jede Komponente ist zum Erreichen des Ziels wichtig.

Hat sich dieses Bild für Dich verdeutlicht? Oder eher verändert?

Es war mir schon irgendwie klar, denn es ist ja nur logisch. Andererseits war und bin ich stolz, dass ich als super kleiner Teil dazu beitragen konnte, dass Ebner Stolz vorankommt; auch wenn es vielleicht manchmal nur eine Hilfstätigkeit im Rahmen der Digitalisierung war.

Hast Du Takeaways Deiner Kollegen, gerade aus dieser besonderen Krisensituation, mitgenommen? Irgendwelche Ratschläge?

Aktiv einen Rat mitgegeben eher nicht, das wäre auch eher komisch gewesen. Es ging eher um viele Gespräche und einen dauerhaften Austausch, nicht nur beruflich, sondern auch menschlich. Es war großartig, die Menschen kennenzulernen, unsere persönlichen Geschichten und unsere Erfahrungen auszutauschen. Auf eine Sache fokussieren könnte ich mich aber nicht.

Vor circa einem Jahr bist Du erstmals von Marbach nach Boston gezogen. Dies machst Du nun Ende August, Anfang September erneut. Nun kehrst Du wieder an Deinen Wohnort zurück. Was hat das zurückliegende Jahr in all seiner Besonderheit mit Dir gemacht?

Ganz, ganz viel! Das letzte Jahr hat mich in gewisser Weise sehr verändert und geprägt. Ich kann jedem jungen Menschen nur empfehlen, dass man mindestens ein Jahr von daheim weggeht, allein wohnt, verreist und auf sich selbst gestellt ist. Das formt den Charakter und man lernt sich selbst so unfassbar gut kennen. Das ist kein Vergleich zum Leben daheim. Für mich persönlich: Ich habe mich besser kennengelernt, meine Interessen außerhalb des Basketballs teilweise neu entdeckt und vertieft. Mittlerweile interessiere mich für Kunst, Mode und Design. Bis vor einem Jahr lag mein Fokus eigentlich immer auf Basketball. Diese Entwicklung hätte ich mir vor einem Jahr niemals erträumt. Zudem bin ich deutlich weltoffener geworden, versuche die Dinge auch aus anderen Blickwinkeln zu verstehen. Vermutlich bin ich erwachsener geworden – sowohl in meinem Denken als auch meiner Sprache. Entsprechend denke ich schon, dass ich mich sehr verändert habe.

Mit „qtastico“ stellst Du auf Instagram durchaus zur Schau, wie Du Dich verändert hast. Jetzt hast Du gesagt, dass ein Jahr im Ausland empfehlenswert ist – machst es aber noch drei. Es kommt also noch etwas auf Dich zu. Du hast viel im vergangenen Jahr erlebt und Dich in persönlicher, akademischer, beruflicher und sportlicher Hinsicht entwickelt. Mit welcher Erwartung wirst Du in die USA reisen?

Mit Sicherheit erwarte ein weiteres, charakterliches Wachstum, aber auch, dass der Basketball nachzieht, ich besser spiele, mehr Spielzeit bekomme, mehr Erfolg habe. Selbstverständlich werde ich nicht im nächsten Jahr der beste Spieler der Liga sein – aber ich möchte mich Schritt für Schritt weiterentwickeln und meine Fortschritte auch sehen. Zudem möchte ich mich weiterhin bilden, schulisch und menschlich, einfach meinen Horizont erweitern.

Die Erweiterung des Horizonts einerseits, gepaart mit dem Blick in die Heimat andererseits: Du kamst als BBA-Alumni wieder ins schwäbische Herz der Familie zurück, wirst dies auch in Zukunft machen. Wie waren die fünf Monate in Deiner Heimat? Welche Erinnerungen wirst Du mit nach Boston nehmen?

Am Anfang habe ich mich sehr gefreut, es war ein sehr interessantes Gefühl nach einer solch langen Zeit wieder nach Hause zurückzukehren. Alles hat sich sehr fremd und neu angefühlt, war es letztlich natürlich aber gar nicht. Ich habe mich sehr gefreut alle Menschen wieder zu sehen, jeden einzelnen Ort wiederzusehen – von der Rundsporthalle bis zum Supermarkt in Marbach: Es war immer ein Highlight. Auch der Alltag mit der Familie war super, ich war schließlich eine Weile weg. Ebenso die Jungs und Coaches in der Halle zu sehen, ihnen T-Shirts von der Northeastern University mitzubringen und über zahlreiche Dinge zu sprechen, war großartig. Das Praktikum bei Ebner Stolz hat die Zeit hier zu einer sehr runden Sache gemacht.

Die Jungs, mit denen Du viele Monate und Jahre verbracht hast, setzen nun ihren Weg in Deutschland fort. Du reist wieder ab, um Deinen individuellen und speziellen Weg fortzusetzen. Wie fühlt es sich an, als Einziger diesen Weg zu bestreiten?

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Nicht jeder Weg passt schließlich zu jedem Menschen. Es fühlt sich großartig an auf dem College zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen, Fortschritte zu machen. Ich würde aber nicht sagen, dass dieser Weg besser oder schlechter ist. Beispielsweise bin ich super stolz auf Luki [Herzog], dass er sein Ding macht und seinen Weg Jahr für Jahre über die Etablierung in der 1. Regionalliga und im Profi-Kader geht. Kein Weg ist besser oder schlechter als ein anderer. Er muss einfach zu dir selbst passen.

Quirin Emanga Noupoue wird am heutigen 31. August in die Vereinigten Staaten zurückkehren und sein Studium an der Northeastern University vor Ort fortsetzen. Ab Herbst möchte der Guard, so es die Pandemie-Bestimmungen zulassen, wieder für die „Huskies“ seiner Universität auflaufen. Aktuelle Informationen über den Spielbetrieb in der NCAA gibt’s auf den einschlägigen Websites – oder auf dem persönlichen Instagram-Kanal von Emanga Noupoue.

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Philipp Staiger wird Assistant Coach des U19-Teams

Während die Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/2021 bei allen Mannschaften der Porsche Basketball-Akademie auf Hochtouren läuft, stehen auch die Trainer-Gespanne der einzelnen Teams fest. Die personellen Änderungen betreffen dabei vor allem den U16- und U19-Nachwuchs.    

Fühlt sich sichtlich Wohl in seinem alten und neuen Wohnzimmer: Philipp Staiger, der seit 2018 für die Porsche BBA an der Seitenlinie steht, wird die „rechte Hand“ von David McCray.

In der Rundsporthalle wird wieder geschwitzt und trainiert: Die kurze, sommerliche Pause ist bei der Porsche Basketball-Akademie vorüber. Die Planungen für den im Oktober anvisierten Saisonstart und die Rückkehr in den Pflichtspielbetrieb sind bei allen Nachwuchsteams angelaufen, die obligatorischen medizinischen Untersuchungen der Beteiligten größtenteils abgeschlossen. Die Schlagzahl wird mit einem eigens entwickelten Hygienekonzept unter Berücksichtigung der behördlichen Bestimmungen nach der Urlaubsperiode behutsam erhöht. Parallel zum unter anderem in der Nachwuchs Basketball Bundesliga seit Dienstag feststehenden Spielplan sind die Trainer-Duos und Trios aller Mannschaften nun ebenfalls fix.

Nach der Berufung von David McCray zum Headcoach des U19-Nachwuchses fungieren Philipp Staiger und Robert Geier fortan als Assistant Coaches bei der ältesten Mannschaft des schwäbischen Nachwuchsprogramms. Während Geier bereits in den beiden vergangenen Spielzeiten auf dieser Ebene tätig war, rückt Staiger vom U16-Team „nach oben“ – und wird nun in Vollzeit für die Ludwigsburger arbeiten.

Die dadurch entstandene Vakanz im Trainer-Gespann von Ross Jorgusen, der weiterhin als zweifach ausgezeichneter Trainer des Jahres die U16-Mannschaft anführt, wird ebenfalls durch ein Duo aufgefangen: Darly Ifuly kehrt nach mehrjähriger Abstinenz und Tätigkeit beim TuS Stuttgart zur Porsche Basketball-Akademie zurück und wird Jorgusen gemeinsam Jannic Holzwarth assistieren. Holzwarth agierte bereits in Teilen der vergangenen Spielzeit als einer von zwei Assistant Coaches, nachdem er im Verlaufe der Saison zum Trainerteam dazugestoßen war. Neben seiner Tätigkeit in der Barockstadt ist er auch in der Spielzeit 2020/2021 für die BG Tamm/Bietigheim aktiv.

„Herzstück der tagtäglichen Arbeit“

Komplette Kontinuität herrscht unterdessen beim U14- und U12-Nachwuchs: Geier und Julian Patrick setzen ihre Arbeit, die sie bereits über zwei Jahre auf nationaler und internationaler auf und neben das Parkett legten, beim U14-Team fort.

Ebendiese Fortsetzung gilt auch für das jüngste Team der Porsche BBA: Philip Hämmerling und Tim Schubert werden weiterhin die U12-Jungs betreuen. Die Beiden arbeiten auch seit Jahren erfolgreich zusammen und schickten stets eine der erfolgreichsten Mannschaften Baden-Württembergs ins Rennen, die sich nicht nur im lokalen Pflichtspielbetrieb, sondern auch bei zahlreichen überregionalen Turnieren – unter anderem der TORNADOS FRANKEN MiniChallenge oder dem Herbstcup – ausgezeichnet präsentierte.

„Unsere Trainer bilden über alle Altersklassen hinweg das Herzstück unserer tagtäglichen Arbeit mit den Jugendlichen. Wir sind entsprechend an einer kontinuierlichen Fortsetzung und Weiterentwicklung interessiert – und sehr glücklich darüber, dass dieses Team seit Jahren zusammengewachsen ist. Ebenso froh bin ich, dass Philipp [Staiger] nun hauptamtlich bei uns arbeitet. Er bringt im sportlichen und vor allem schulischen Bereich durch sein Lehramtsstudium eine große Kompetenz mit und hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Spielern, insbesondere Ariel Hukporti, sehr gut zusammengearbeitet und den Jungs eine phänomenale Unterstützung zuteil werden lassen. Seine Vollzeit-Tätigkeit ist für unser Programm eine logische Weiterentwicklung und gleichzeitig eine spürbare Verstärkung“, kommentiert Nachwuchskoordinator Timo Probst die feststehenden Personalien.

Trainer-Teams auf einen Blick

  • U12:
    • Headcoach: Philip Hämmerling
    • Assistant Coach: Tim Schubert
  • U14:
    • Headcoach: Robert Geier
    • Assistant Coach: Julian Patrick
  • U16:
    • Headcoach: Ross Jorgusen
    • Assistant Coaches: Darly Ifuly, Jannic Holzwarth
  • U19:
    • Headcoach: David McCray
    • Assistant Coaches: Philipp Staiger, Robert Geier
  • Athletik-Trainer: Marc Salzer

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